Verkehrssicherheit bewegt die Bürger
beim ersten kommunalpolitischen Frühschoppen des Jahres wurde rege diskutiert
Der erste kommunalpolitische Frühschoppen der Kolpingsfamilie Eickelborn im Jahr 2026 stand ganz im Zeichen der Sicherheit. Insbesondere Fragen rund um die Verkehrssicherheit sorgten in der Michaelsburg für lebhafte Diskussionen unter den zahlreichen Interessierten aus Eickelborn und den umliegenden Orten.
Ortsvorsteher Anton Schütte informierte über den aktuellen Stand der Planungen zu Fahrradschutzstreifen an der Eickelbornstraße. Die Einrichtung beidseitiger Schutzstreifen sei nach Angaben der Stadt derzeit nicht möglich, da die hierfür erforderliche Straßenbreite von 7,5 Metern nicht durchgehend vorhanden sei. Man befinde sich jedoch weiterhin im Austausch, um die Möglichkeit eines einseitigen Fahrradschutzstreifens zu prüfen, der bislang von Straßen.NRW abgelehnt werde. Auch Pflegedirektor Stefan Deimel von der LWL-Klinik bestätigte die schwierige Verkehrssituation vor der Hauptpforte der Einrichtung. Weiterer Handlungsbedarf bestehe zudem entlang der durch den Ort führenden K40 sowie am Ortsausgang am Alten Postweg in Richtung Lippetal. Bürgermeister Alexander Tschense verwies in diesem Zusammenhang auf die veränderte Nutzung des Straßenraums durch Autos und Fahrräder, wodurch vielerorts Nachbesserungen bei der Verkehrssicherheit notwendig würden.
Tschense nutzte seinen ersten Besuch bei der Veranstaltung darüber hinaus, um die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen den Ortsteilen und der Stadt hervorzuheben. Ihm sei wichtig, dass sich die Ortsteile gegenüber der Kernstadt nicht abgehängt fühlten. Eine zentrale Rolle komme dabei auch den Ortsvorstehern zu. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, um ihren Unmut über verschwundene Spielgeräte auf Spielplätzen, eine zunehmende Krähenpopulation am Friedhof sowie Vandalismus und Verschmutzungen an verschiedenen Containerstandorten zu äußern. Gleichzeitig wurden in der Diskussion bereits erste Lösungsvorschläge eingebracht. Tschense sagte zu, die angesprochenen Themen aufzugreifen. Dazu gehöre unter anderem die Idee, Sprachbarrieren bei der Nutzung von Altkleidercontainern durch mehrsprachige Hinweisschilder zu reduzieren.
Pflegedirektor Deimel und Ärztlicher Direktor Wallenstein konnten aus dem LWL von einer positiven Entwicklung der Belegungszahlen berichten. Gegenüber dem Vorjahr habe sich die Situation mit aktuell 329 untergebrachten Patienten deutlich entspannt.
Ebenfalls eine Rückläufige Tendenz weise die Kriminalstatistik für das vergangene Jahr auf, wie der Leiter der Lippstädter Polizeiwache Oliver Topp den Anwesenden erläuterte. In Eickelborn seien im vergangenen Jahr 128 Straftaten registriert worden, darunter 18 Betäubungsmitteldelikte. Nach Einschätzung Topps gelte der Ortsteil damit als sehr sicher.
Der Loher Ortsvorsteher Michael Wilmes hatte Neuigkeiten aus seinem Ortsteil mitgebracht. Der Glasfaserausbau in Lohe sei inzwischen abgeschlossen. Darüber hinaus informierte Wilmes in seiner Funktion als Ratsmitglied über den aktuellen Stand des Baugebiets Gräftenweg sowie über die weiteren Planungen für Haus 44. Beim Baugebiet hänge das weitere Vorgehen derzeit noch von der Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags ab. Zusätzlich müsse noch eine artenschutzrechtliche Kartierung erfolgen. Für das seit längerem leerstehende Haus 44 gebe es weiterhin einen Investor, der das ursprünglich vorgesehene Nutzungskonzept inzwischen angepasst habe. Geplant sei nun die Einrichtung eines Mehrgenerationenhauses.